Streit um Linux

Streitereien bei Linux entwickelten sich schon in der frühen Phase. Andrew S. Tanenbaum vertrat bereits im Jahr 1992 die Meinung, dass Linux über ein veraltetes design verfügt und das liberal gehaltene Entwicklungsmodell nicht von Erfolg gekrönt sein kann.
Zu einem späteren Zeitpunkt behauptete Ken Brown, dass Linux nur eine Kopie von Unix sei.

Allerdings gab es auch Streitigkeiten mit Konkurrenten.
Microsoft sah Linux als größte Gefahr für sein Produkt Windows an, dies belegen interne Papiere des Unternehmens, die sogenannten Halloween-Dokumente.
Etwas später folgte eine Aktion von Microsoft, die den Zweck verfolgte Windows bei einer Gegenüberstellung mit Linux technisch und wirtschaftlich gut aussehen zu lassen. Viele Mitglieder der Linux-Community sahen diese Aktion recht gelassen und belächelten diese. Aber Unternehmen, die im Linux-Umfeld tätig waren, starteten Gegenaktionen.
Im Herbst 2006 kam die Wende, Microsoft und Novell gaben bekannt, bei Interoperabilität und Patentschutz zusammenzuarbeiten, um so die Zusammenarbeit der einzelnen Produkte zu verbessern.
Im Jahr 2003 kam es zu einem weiteren Streit. Diesmal erhob der der Unix-Hersteller SCO Vorwürfe, dass bei IBM angestellte Linux-Entwickler Quellcode von SCOs Unix in Linux kopiert hätten. Das angestrebte Gerichtsverfahren wurde aber im Jahr 2007 eingestellt, mittlerweile hatte die SCO Group Insolvenz angemeldet und wurde vom Börsenhandel ausgeschlossen.

Probleme mit dem Markenrecht gab es bei Linux schon in der frühen Phase. In den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts haben einige Privatpersonen den Namen Linux auf sich registrieren lassen.
Es bedurfte großer Anstrengungen dies wieder rückgängig zu machen.
Linus Torvalds übertrug die Verwaltung der Markenrechte an das Linux Mark Institute. Dieses Institut machte im Jahr 2005 mit negativen Schlagzeilen auf sich Aufmerksam. Damals wurden die jährlichen Preise für die Lizenzen, welchen den Markenschutz regeln, auf bis zu 5.000 Dollarfestgelegt.
Das sorgte bei den Entwicklern verschiedener Community-Projekte für Ärger.